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Zu Gast bei den Harzwasserwerken: 4. Verbundtreffen erfolgreich

Am 18. März 2026 trafen sich die Partner des Verbunds in Hildesheim, um aktuelle Ergebnisse zu präsentieren, Herausforderungen zu besprechen sowie die nächsten zwölf Monate zu konkretisieren

Am 18. März 2026 kamen die Partner des Verbundprojekts EAGruMo zum vierten gemeinsamen Treffen in der Unternehmenszentrale der Harzwasserwerke (HWW) zusammen. In einer produktiven Atmosphäre standen aktuelle Fortschritte, Herausforderungen und die Planung der nächsten zwölf Monate im Fokus.

Dank der Organisation des Department of Mining des IGMR der TU Clausthal, der Moderation durch Dr.-Ing. Angela Binder sowie der Gastfreundschaft der Harzwasserwerke verlief alles reibungslos und produktiv. Ziel des Treffens war es, die Mission des Projekts und die Arbeit der einzelnen Arbeitsgruppen zu verdeutlichen, wichtige Erkenntnisse auszutauschen sowie die Rahmenbedingungen für geplante Befahrungen im Ernst-August-Stollen sowie konkrete Schritte im nächsten Projektjahr gemeinsam zu klären.

Nach den kurzen Berichten zu aktuellen Themen in Verbund- und Datenmanagement durch IGMR-DM und IGMR-DGE wurde die wichtigsten Punkte aus den aktiven Arbeitspaketen präsentiert: 

Für das Arbeitspaket 2 berichtet Dr. Gerhard Riedel und Tobias Langmann zum aktuellen Stand: Dr. Riedel verdeutlichte den aktuellen Ansatz und Schwerpunkte der Arbeit anhand einer Modellskizze. Tobias Langmann thematisierte besonders die Probenahme zur Isotopenanalyse, die besonders durch den starken Schneefall im Januar das Team des Leichtweiss-Instituts (LWI) auf ihre Tiefschneetauglichkeit testete. Es konnte auch von ersten Ergebnissen berichtet werden: die Schneeschmelze zeigt sowohl ein Absinken der Temperatur als auch der Leitfähigkeit des Abflusses aus dem Ernst-August-Stollens. 

Wie auch hier berichtet konnte das Team des IGMR-DGE Erfolge von der Entwicklung des MSS vermelden: Das System steht kurz vor der Fertigstellung und kann unter und über Wasser scannend sich schwimmend fortbewegen. Nach Abschluss der nötigen Anspassung sind in Kürze erste Tests im Ernst-August-Stollen geplant wie Mario Kolling berichtete. Das Team zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Entwicklungen. Ergänzend stellte Dr. Meng Zhang die Basis des autonomen Fahrsystems des MSS vor.

Seitens der Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften berichtete Jakob Waldeck sowohl von der Beprobung und zeigte erste Ergebnisse der kontinuierliche Messungen am Mundloch des Stollens. Dort wurden wiederkehrende Spitzen in elektrischer Leitfähigkeit und Temperatur festgestellt, die auf regelmäßige Prozesse hindeuten. Auffällig ist der Rückgang der Leitfähigkeit nach dem Ölabscheider am Knesebeckschacht. Wasserproben aus der Tiefensondierung zeigten sehr klares Wasser, wobei die Sonde aufgrund von Einbauten nur bis etwa 50 m Tiefe vordringen konnte. Ansätze zu virtuellen Sensoren des ISSE wurden ebenfalls im Anschluss diskutiert. 

Am Nachmittag diskutierten alle Verbundpartner intensiv den Projektplan für die kommenden 12 Monate. Leitfragen waren: „Es ist März 2027. Was habt ihr konkret erreicht?“, „Welche wichtigsten Schritte müssen erfolgen, um diese Ziele sicher zu erreichen?“ sowie „Was benötigt ihr von anderen Arbeitspaketen bzw. Partnern?“ Besondere Aufmerksamkeit galt auch den Befahrungen im Ernst-August-Stollen. Die Diskussion schuf ein gemeinsames Verständnis der Teilarbeiten und legt eine klare Basis für die Planung der Befahrungen.

In allen Abschnitten gab es Raum für Fragen, und in den Pausen entstanden zahlreiche anregende Gespräche. Alle Beteiligten zeigten sich sehr zufrieden und dankten dem HWW sowie Dr. Angela Binder herzlich für die hervorragende Organisation und Unterstützung.

Wir sind überzeugt, dass die hohe Motivation und Qualität aller Partner im EAGruMo-Projekt den gemeinsamen Erfolg sicherstellen und zu überzeugenden Ergebnissen führen wird.

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Verbundpartner des EAGruMo-Projekts bei einem Gruppenfoto

Verbundtreffen des EAGruMo-Projekts in einem Seminarraum des HWW

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