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Erstes Abtauchen im Knesebeckschacht

Befahrung mit Tiefensondierung und Instandsetzungsmaßnahmen am 06.03. erfolgreich absolviert

Am 06. März 2026 hat der Forschungsverbund EAGruMo eine Befahrung des Ernst-August-Stollens mit erster Tiefensondierung erfolgreich absolviert. Im Fokus standen der erste Einsatz einer CTD-Sonde im Knesebeckschacht, die Probenahme von Tiefenwasser mit einem Tauchroboter, Instandsetzungsmaßnahmen im Bereich des ehemaligen Kraftwerks sowie der Tausch von Passivsammlern zur Langzeitüberwachung der Wasserqualität.

Unter Tage arbeiteten 12 Fachpersonen von TU Clausthal, TU Braunschweig, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und Harzwasserwerke GmbH eng im Team zusammen. Unterstützt wurden sie durch ein 3-köpfiges Team an der Basisstation am Mundloch. Erstmals im Projekt kamen zudem zwei SUPs (Stand-Up-Paddle-Boards) unter Tage zum Einsatz, die den Materialtransport im gefluteten Stollenabschnitt erleichterten und das Team vor Ort wirkungsvoll ergänzten.

Nach dem Einrichten der Basisstation und einer Sicherheitsunterweisung führte der Weg zunächst zum ehemaligen Kraftwerk, wo Infrastruktur dokumentiert und notwendige Sicherungsmaßnahmen umgesetzt wurden. Anschließend fuhr das Team weiter zum Knesebeckschacht. Dort wurde der Messplatz gesichert, eine CTD-Sonde vorbereitet und erfolgreich bis 50 Meter Tiefe abgelassen. Ergänzend kamen ein Tauchroboter mit Probenahmegefäß sowie mobile Sensorik zum Einsatz, um Schachtwasserproben zu gewinnen und Leitparameter direkt vor Ort zu bestimmen.

Auf dem Rückweg wurden Stücke der Passivsammler zwischen Kraftwerk und Mundloch gesammelt, um diese laborativ auf Schadstoffe und Schwermetallkonzentrationen zu untersuchen. Gegen 16:45 Uhr war die Gruppe wieder am Tageslicht, mit der Meldung, dass alle geplanten Maßnahmen sicher und planmäßig durchgeführt werden konnten. Die gewonnenen Messdaten und praktischen Erfahrungen fließen nun insbesondere in das Teilprojekt „Entwicklung eines kontinuierlichen Wasserqualitäts-Monitoring-Systems“, in die Vorbereitung künftiger Messkampagnen des Verbunds sowie in die Modellierung des Ernst-August-Stollens ein.

Die Befahrung war ein voller Erfolg – der Forschungsverbund EAGruMo dankt allen Beteiligten für ihr Engagement und insbesondere den Harzwasserwerken für die tatkräftige Unterstützung.

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Einsatzteam in Schutzausrüstung vor der eingerichteten Basisstation am Mundloch des Ernst-August-Stollens vor Beginn der Befahrung

Einfahren mit Materialtransport mit Stand-Up-Paddle-Board und Wathosen am Mundloch des Ernst-August-Stollens.

Teammitglieder laden im Ernst-August-Stollen ein mit Mess- und Probenahmetechnik beladenes SUP für den Einsatz im Knesebeckschacht ab.

Wassersäule des Knesebeckschachts mit Schachtregen mit Mess- und Befestigungselementen als Untersuchungsort der hydrologischen Tiefensondierungen.

Forschende bei der Ausfahrt über das Mundloch den Ernst-August-Stollen und mit automatischen Probenehmer im Vordergrund.

Beteiligte des EAGruMo-Verbunds nach der erfolgreichen Befahrung vor dem Portal des Ernst-August-Stollens.